Wein


Italien

Italien ist das größte Weinproduktionsland der Welt.


Rebfläche:


840000 Hektar


Weinproduktion:


58 Millionen Hektoliter


Häufig angebaute Rebsorten:


Trebbiano (weiß, 11,6%), Sangiovese (rot, 10%), Barbera (rot, 5,5%), Merlot (rot, 3,7%), Negro Amaro (rot, 3,6%), Montepulciano (rot, 3,6%), Primitivo (rot, 2%), Dolcetto (rot, 1,2%), Prosecco (weiß, 0,8%), Pinot Bianco (weiß, 0,8%)


Anbaugebiete:

Apulien
Die Haupttraube Negroamaro findet sich in fast allen, die Malvasia Nera und Montepulciano in vielen Rotweinen wieder. Aus Apulien stammt auch die urwüchsige Primitivo-Traube, aus der neuerdings einige großartige, trockene Rotweine erzeugt werden.

Friaul
Dieses Gebiet ist für kräftige Weißweine bekannt, die wegen ihres Körperreichtums und ihrer frisch-fruchtigen Primäraromen oft als die besten Italiens bezeichnet werden. In den letzten Jahren haben die Rotweine einen deutlichen Aufschwung erlebt, so die hochwertigen Merlots, seltener auch Cabernet Sauvignons. Aus alten Sorten wie Schioppettino, Pignola, Tazzelenghe und Refosco werden in kleinen Mengen urwüchsige, bisweilen recht feine Weine gewonnen.

Latium
Aus diesem Gebiet kommt der halbtrockene bis süße Frascati. Zur Region Latium gehört das Massen-Anbaugebiet vor Rom, das größtenteils schlichte wässrige Weißweine einfachsten Zuschnitts liefert.

Piemont
Dieses Gebiet ist für Barolo und Barbaresco berühmt , die in den 80er Jahren eine glanzvolle Wiedergeburt erfuhren. Beide werden sortenrein aus der Nebbiolo-Traube gekeltert. Aus dem südlichen Hügelgebiet Moscato d´Asti kommen außerdem die süßen Schaumweine Asti und Moscato d´Asti, die aus der Muskatella-Traube gekeltert sind.

Sizilien
Sizilien tritt vor allem als Massenweinland in Erscheinung. Die Erzeuger Vecchio Samperi des Dessertweines Marsala verstanden es, das Potenzial der Insel auszunutzen.

Südtirol
Hier erzeugt man die interessantesten Weine aus Chardonnay- und Sauvignon-Trauben. Unter den Rotweinen boomen Merlot und Cabernet Sauvignon.

Toskana (Florenz)
Drei der sechs DOCG-Gebiete Italiens liegen in der Toskana. Hier sind Chianti, Vino Nobile di Montepulciano, Brunello und Carmignano zuhause. Der bekannteste toskanische Weißwein ist allerdings Vernaccia di San Gimignano (DOCG-Wein). Chianti reicht von Pisa im Norden über Florenz und Siena bis nach Montalcino im Süden. Das Gebiet ist in sieben Chianti-Unterzonen unterteilt. Chiantis gehören in die höchste italienische Qualitätsweinkategorie (DOCG). Alle dieser Weine werden zu 75-90% aus der Sabgiovese-Traube gewonnen. Chanti Classico besteht ausschließlich oder zu mind. 85% aus Sangiovese-Trauben - der Rest darf aus Canaiolo, Malvasia Nera oder anderen einheimischen Sorten zusammengesetzt sein. Seit 1997 dürfen Tafelweine aus Chianti keinen Jahrgang auf dem Etikett verzeichnen, sondern müssen ggf. als Chianti Riserva verkauft werden.

Umbrien
In Umbrien werden aus der Sangiovese-Traube gute Rotweine wie der Montefalco und Torglana Riserva oder der Weißwein Orvieto hergestellt.

Venetien
Hierher stammt die bekannte Prosecco-Traube. Daneben gibt es die Weißweine Soave und Lugana, den roten Valpolicella
sowie
schwere Amarone-Rotweine.


Güteklassen:

Denominazione di Origine Controllata e Garantita (DOCG)
Diese Weine sind mit den deutschen Prädikats-Qualitätsweinen vergleichbar. Sie weisen eine kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung aus und befinden sich auf der höchsten Stufe des italienischen Weingesetzes. Derzeit gibt es in Italien nur sechs DOCG-Gebiete.

Denominazione di Origine Controllata (DOC)
ist eine kontrollierte Ursprungsbezeichnung, die seit 1964 vergeben wird. Es müssen Vorschriften über die Grenzen der Anbaugebiete, die zugelassenen Rebsorten, die Art des Ausbaus der Weine sowie über den Zeitpunkt der Freigabe beachtet werden.

Indicazione Geografica Tipica (IGT)
ist eine 1997 eingeführte Kategorie von Regionalweinen, die der Landwein-Qualität entspricht. Anforderungen an Mindestalkoholgehalt und Hektarhöchsterträgen liegen unter dem DOC-Niveau. Auf dem Etikett dürfen Rebsorte, Jahrgang und Region angegeben sein.

Vino da Tavola (VdT)
Mit diesem Zusatz versehen handelt es sich um Tafelweine mit geringsten qualitativen Anforderungen, meist um Verschnittweine oder Billigweine mit nur selten guten Qualitäten. Auf dem Etikett dürfen nur die Farbe, der Alkoholgehalt und das Herkunftsland angegeben werden, nicht der Jahrgang.

Riserva
Ein als Riserva bezeichneter Wein hat die Auflage, mindestens zwei Jahre zu reifen.