Wein


Chile

Chiles Weine sind kräftig und alkoholreich. Es werden zu 60% Rotweine angebaut (Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir) und zu 40% Weißweine (Sémillon, Sauvignon Blanc, Trebbiano und Riesling). Es gibt nur knapp 60 Weingüter, einige davon allerdings mit riesigen Ausmaßen (ein Gut mit 100ha gilt als klein bzw. Botique-Winery). Als bestes Gebiet gilt Maipo, 100km südlich der Hauptstadt Santiago.

Unter Pisco werden die chilenischen Branntweine aus der gleichnamigen Region der Zona Pisquera verstanden, die allerdings nach besondern Bedingungen produziert werden müssen.


Geschichte:


In Chile wird seit über 100 Jahren Wein angebaut. Es ist das älteste Weinland mit den ältesten Rebsorten und wurde als einziges nicht von der Reblausplage befallen.


Rebfläche:


120000 Hektar


Weinproduktion:


4,3 Millionen Hektoliter (davon 140000hl für den Export)


Häufig angebaute Rebsorten:


Cabernet Sauvignon (23% der Rebfläche), Sauvignon Blanc (11%), Chardonnay (8%), Merlot (7%) und Sémillon (5%). Sauvignon Blanc wird hier auch Sanvignonasse genannt, ist aber eine Kreuzung aus Sauvignon Blanc und Sémillon.


Anbaugebiet:


Maipo


Güteklassen:


Qualitätsweine müssen zumindest 11,5% Vol. Alkoholgehalt aufweisen. Eine Ausnahme stellt mit der erforderlichen Sondergenehmigung Bío-Bío mit nur 10,5% Vol. dar. Das Anreichern des Mostes ist verboten, der Säurezusatz (die Azidifikation) erlaubt. Die auf den Etiketten enthaltenen und zahlreich verwendeten Bezeichnungen Reserva, Gran Reserva, Reserva Especial, Reserva Privada, Gran Vino, Selección und Superior können vollkommen beliebig verwendet werden und unterliegen keinerlei Vorschriften. Der Name der Weine entspricht oft der Rebsorte.