Wasser





Wasser enthält Kalium, Zink, Flur, Magnesium und Kohlensäure (flüssiges Kohlendioxid).



Arten:


Natürliches Mineralwasser

Erd- und Gesteinsschichten filtern den durch sie hindurch sickernden Regen und reichern ihn mit Mineralien und Spurenelementen an. Dieser Vorgang kann einige hundert Jahre dauern. In unterirdischen Becken, die teilweise 400-1000m unter der Erdoberfläche liegen, sammelt sich das Regenwasser. Dort wird es durch die z.T. vulkanische Kohlensäureschicht mit CO2 angereichert. So entsteht natürliches Mineralwasser.

Die Bezeichnung natürlich ist dem Mineral- und Heilwasser vorbehalten. Natürliches Mineralwasser muss bereits beim Austritt aus der Quelle mikrobiologisch und chemisch einwandfrei sein während seine Quelle vor jeglichen Verunreinigungen geschützt sein muss. Es darf nicht industriell hergestellt werden und muss am Ort der Quelle abgefüllt sein. Erlaubt ist vor der Abfüllung lediglich die Entfernung von Eisen (gegen bräunliche Verfärbung), die Entfernung oder der Zusatz von Kohlensäure (um die erfrischende Wirkung zu erhöhen oder um ein stilles Wasser zu erhalten) und das Entschwefeln (um Geruch zu vermeiden).

Auf Grund ihres Gehalts an Mineralstoffen müssen deutsche Mineralwässer gute ernährungsphysiologische Wirkungen auf den menschlichen Organismus aufweisen können. Mindestens 1000mg Mineralien pro Liter oder mindestens 250mg Kohlensäure pro Liter sind Vorschrift.

Natürliches Mineralwasser ist eines der bestkontrolliertesten Lebensmittel Deutschlands und das einzige, das amtlich anerkannt werden muss (Mineralwasser-Tafelwasser-Verordnung der EU von 1984). Mit bis zu 200 Einzeluntersuchungen werden geologische, chemische und hygienisch-mikrobiologische Eigenschaften von Mineralwässern wissenschaftlich überprüft. Die Analyseuntersuchungsstelle muss auf dem Etikett angegeben sein.

Es gibt über 650 verschiedene Mineralwassermarken in Deutschland. So z.B. Vilsa, Gerolsteiner, Apolinaris, Brandenburger, Glashäger, Christinbrunnen, Hassier, Harzer Brunnen, Romina, Extaler, Spree Quell, Selters oder Rhönsprudel. Aus Frankreich kennt man Volvic, Evion, Vitel und Perrier, aus Italien St. Pelegrino, aus Schweden Ramlösa.



Tiefenwasser

Tiefenwasser ist unser natürliches Mineralwasser, welches aus der Tiefe kommt.


Sprudel

Als eine der Untergruppen von natürlichem Mineralwasser gelangt Sprudel durch seinen hohen Kohlensäuregehalt aus eigener Kraft an die Oberfläche. Dieser Kohlensäuregehalt gleicht mit mehr als 250mg pro Liter dem des Säuerlings, allerdings handelt sich hier im Gegensatz zum Säuerling um natürliche Kohlensäure.


Säuerling

Säuerlinge enthalten mehr als 250mg künstliche Kohlensäure (Kohlendioxid) pro Liter und sind eine weitere Untergruppe vom natürlichen Mineralwasser.


Stilles Mineralwasser

Stilles Mineralwasser ist natürliches Mineralwasser, das fast keine Kohlensäure, dafür aber viele Mineralien enthält.


Soda

Soda ist Tafelwasser mit Natriumhydrogencarbonat (570mg/L) und daher salzigem Geschmack. Der Unterschied zwischen Soda und Mineralwasser ist, dass der Kohlensäuregehalt von Soda fast zweimal so hoch ist wie der von Mineralwasser.


Tafelwasser

Einst als künstliches Mineralwasser bezeichnet ist Tafelwasser ein industriell hergestelltes Produkt, meist auf der Basis von Leitungswasser, Mineralwasser oder angereichertem Meerwasser. Die Abfüllung von Tafelwasser darf überall erfolgen und das Etikett darf keine Hinweise auf eine bestimmte geografische Herkunft enthalten, aber muss die Bezeichnung Tafelwasser tragen. Es müssen keine ernährungsphysiologischen Wirkungen nachgewiesen sein und es ist keine amtliche Anerkennung notwendig. In der Gastronomie wird Tafelwasser meist über Zapfgeräte ausgeschenkt.


Quellwasser

Der Ursprung von Quellwasser ist wie bei Mineralwasser ein unterirdisches Wasservorkommen, das ebenso am Ort der Quelle abgefüllt wird, aber keiner amtlichen Anerkennung bedarf. Es enthält keine gesetzlich vorgeschriebenen Mindestmengen an Mineralstoffen oder Spurenelementen und muss keine ernährungsphysiologischen Wirkungen nachweisen. Quellwasser hat in seiner Zusammensetzung lediglich den Kriterien zu entsprechen, die für Trinkwasser gelten, und das Etikett muss die Bezeichnung Quellwasser tragen.


Heilwasser

Die Quelle von Heilwasser muss wie bei Mineralwasser vor Verunreinigungen geschützt sein. Auch muss Heilwasser direkt am Ort der Quelle abgefüllt werden. Es enthält von Natur aus heilwirksame Mineralien und Spurenelemente, so dass es der Vorbeugung, Linderung und Heilung von Erkrankungen dient. Diese gesundheitszuträglichen Eigenschaften müssen anhand wissenschaftlicher Studien nachgewiesen werden. Heilwasser ist ein so genanntes Fertigarzneimittel, das nach dem Arzneimittelrecht vom Bundesamt für Verbraucherschutz zugelassen wird. Es gibt etwa 65 Heilwässer aus deutschen Brunnen, z.B. Heppinger und Staatlich Vachinger.


Leitungswasser

Leitungswasser ist Rohwasser höchst unterschiedlicher Qualität mit zahlreichen Aufbereitungsverfahren und chemischen Zusatzstoffen. Es darf die Gesundheit nicht schädigen und unterliegt der Trinkwasserverordnung



Lagerung und Service:

Mineralwasser ist bei dunkler, kühler Lagerung nahezu unbegrenzt haltbar, da die Kohlensäure verhindert, dass sich Bakterien vermehren. Dies gilt auch für geöffnete Flaschen und Mineralwasser mit wenig Kohlensäure. In Plastikflaschen kann sich die Bakterienflora allerdings schneller entwickeln als in Glasflaschen.

Die optimale Temperatur von Mineralwasser liegt bei 4-6 Grad. Eis und Zitrone werden nur auf Wunsch des Gastes beigegeben. Heilwasser und stilles Wasser werden ungekühlt serviert, damit sich die Mineralien besser entfalten können.