Destillate aus Obst


Herkunft:

Destillate aus Obst stammen hauptsächlich aus Süddeutschland, vornehmlich aus dem Schwarzwald. Außerdem aus der Schweiz, aus Österreich, Ungarn (Barack Palinka) und Jugoslawien. Als bekanntester Branntwein aus Zwetschken/Pflaumen gilt jugoslawischer Slibowitz, dessen Markenbezeichnung nicht geschützt ist und für jeden anderen Pflaumenbranntwein verwendet werden könnte.

Die Oberbegriffe Obstbrand und Obstbranntwein bezeichnen Destillate aus Kernobst, Steinobst oder Beerenfrüchten. Man unterscheidet davon Obstwässer und -Geiste.


Basis:

Destillate aus Obst werden aus Kern- und Steinobst oder Beerenfrüchten hergestellt. Obstbrände gewinnt man auch aus Trestern von Kern- und Steinobst (Grappa, Marc), welche sich mit direkten Obstbränden allerdings selten vergleichen lassen.


Fassart, Lagerung:

Üblicherweise werden Obstbranntweine in Ton-, Stein- oder Glasbehältern oder aber Eschenholzfässern gelagert, bis sie die entsprechende Reife erreicht haben. Die Ergebnisse sind farblos und klar - mit Ausnahme von Calvados, den die Fasslagerung gelblich färbt. Die mitunter beachtlichen Preisunterschiede der Produkte sind meist auf Lagerzeiten zurückzuführen.


Alkoholgehalt:

Destillate aus Obst weisen 37,5-45% Vol. Alkohol auf. Für deutsche Produkte aus Stein-, Beeren- oder Kernobst aus sortenreinen Birnen und Äpfeln ist ein Mindestalkoholgehalt von 40% Vol., für Obstler von 38% Vol. vorgeschrieben.